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Faktencheck Klimapolitik 5
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Die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen auf das Klima lassen sich nach aktuellem Stand der Wissenschaft simulieren. Hierzu stellt das das Sloan Institute, eine Abteilung des MIT, sein Online-Tool En-Roads im Internet frei zur Verfügung . Das MIT ist die höchstbewertete Universität der Welt, hier wurden bereits vor 50 Jahren die Simulationen der Arbeitsgruppe Limits to Growth berechnet .
Zu den wichtigsten Scheinlösungen fossilistischer Politiker:innen im Einzelnen:
1) Ein Ausbau der herkömmlichen Nukleartechnik dauert Jahrzehnte und ist auch ansonsten völlig abwegig , denn dabei:
- liefert Atomkraft global 10% der elektrischen Energie – bei 100% würden die von der OECD geschätzten Uran-Vorräte (20a) und -Reserven (130a) jeweils auf ein Zehntel schrumpfen, ihr Preis explodieren
- würden Abhängigkeiten von Uran-Förderländern wie Russland bestehen bleiben
- sind nukleare Kraftwerke am wenigsten flexibel und am wenigsten geeignet zum Liefern der Residuallast
- ist Atomkraft selbst in Frankreich, das eine jahrzehntelange konsequente Politik pro Atomkraft verfolgt, mittlerweile hochgradig defizitär
- müssten in Deutschland Investitionen getätigt werden, die in der Größenordnung wie bei Erneuerbaren Energien liegen (ca. 200 Blöcke à ca. 10 Milliarden Euro, Bauzeit je ca. 10a) – die aber ohne Brennstoffe und Atommüll betrieben werden
- müssten große Zahlen von Fachkräften ausgebildet werden; selbst im Nuklearstaat Frankreich ist gerade eine teure und langwierige Rekrutierungs- und Ausbildungs-Initiative notwendig ; Atomkraft-Ingenieure sind sehr rar
- Ingenieure mit Grundkenntnissen in Erneuerbaren Energien sind klassische Elektroingenieure und Maschinenbauer, die in Deutschland in klassischen Massenstudiengängen qualifiziert werden
- Umschulungen und Ausbildungsgänge für Erneuerbare Energien lassen sich dagegen niederschwellig organisieren
- unwägbare Entsorgungs-Mehrkosten und Unfallrisiken werden dem Staat angelastet; AKW potenzieren die Gefahren durch Überschallraketen und Cyberangriffe
2) „Innovative“Nukleartechniken werden seit vielen Jahrzehnten mit großem Aufwand erforscht, doch ein entscheidender Durchbruch ist immer noch nicht zuverlässig planbar . Es sind bisher nicht einmal Versuchs-Reaktoren vorhanden – eine Ausbildung von Fachkräften für solche nicht existierenden Anlagen lässt sich noch nicht einmal vorbereiten. Die Kosten sind entsprechend noch weniger absehbar.
3) Direct Air Capture DAC (als eine Form von Carbon Dioxide Removal CDR) ist zwar dringend notwendig, um zurückliegende Emissionen zu sequestrieren. Das Verfahren wird jedoch von bisher klimaskeptischen Ölfirmen beworben für den Zweck, weitere fossile Emissionen zu kompensieren , was von unabhängigen Wissenschaftlern einhellig abgelehnt wird , denn:
- die Lagerkapazitäten reichen bei Weitem nicht, denn Kohlelager, aus denen ein Großteil der historischen Emissionen stammen, sind nicht geeignet, und Öllager fassen nur einen Bruchteil des CO2, das aus ihnen stammt
- es ist unwirtschaftlich, weil energieintensiv (aktuell müssten ca. 40 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr aus der gesamten Atmosphäre gefiltert werden, die nur 0,04% dieses Gases enthält); auch wenn es theoretisch noch großes Optimierungspotential gibt: der Aufwand ist zur Zeit noch ähnlich wie der energetische Nutzen der Verbrennung
- anstatt jetzt fossile Energie zu haben und später möglicherweise mit Erneuerbarer die Emissionen auszugleichen, kann man also besser gleich günstige Erneuerbare einsetzen
- sonst bürdet man neben den zusätzlichen Klimschäden auch diese Kosten den kommenden Generationen auf
- es ist unsicher, ob die Menschheit unter den wirtschaftlichen Bedingungen der Klimakatastrophe überhaupt in der Lage sein wird, DAC-Anlagen zu betreiben und die Lager dauerdicht zu halten
4) Carbon Capture and Storage CCS hat sich in der Vergangenheit als unwirtschaftlich erwiesen, nur bei den notwendigen hohen CO2-Preisen wäre es wirtschaftlich – gäbe es nicht mittlerweile billige Konkurrenz. In allen Sektoren, die durch Erneuerbare Energien dekarbonisieren können, sind diese jetzt schon, auch ohne CO2-Preis, kostengünstiger. Außerdem stellt sich auch für CCS das Problem der endlichen CO2-Lagerkapazitäten. Damit verbleibt diese Option nur für stationäre Feuerungsanlagen, die sich anders nicht dekarbonisieren lassen.
3) Massenersatz fossiler Treibstoffe durch Grünen Wasserstoff und E-Fuels respektive Bio-Fuels
Verbrennungen verursachen zunächst immer Stickoxide, was zum ökologischen Mega-Problem der Überdüngung beiträgt.
3a) Technologieoffenheit im Verkehrssektor: CDU und FDP sind gegen ein Verbot von Verbrenner-PKW, weil diese mit E-Fuels aus P2X betrieben werden könnten. Deren Marktchancen werden von Experten als gering beurteilt, weil ihre Produktion 5-6mal soviel elektrische Energie erfordert wie der Betrieb eines akkubetriebenen Elektroautos, und weil dieser Kostenvorteil deshalb auch bei späterer Massenproduktion von E-Fuels selbst die Mehrkosten der europäischen E-Auto-Produktion weit überwiegen wird . Für zukünftige autonome Miet-PKW wird der Betriebskostenvorteil noch stärker ausschlaggebend sein. Der Brennstoffzellen-PKW besitzt zwar einen besseren Wirkungsgrad als der Verbrenner, doch die Elektrolyseverluste und Hochdrucktanks verursachen einen enormen Aufwand – deshalb hat das E-Auto auch diesen Vergleich deutlich gewonnen .
3b) Technologieoffenheit im Wärmesektor: CDU und FDP sind gegen ein Verbot von H2-ready-Gasheizungen, weil diese mit Grünem Wasserstoff aus P2X betrieben werden könnten. Dessen Marktchancen werden von Experten jedoch ebenfalls mit Null angesetzt, weil seine Produktion 5-6mal soviel elektrische Energie erfordert wie der Betrieb von Wärmepumpen . Bei Jens Spahns Vorschlag von Grünem Heizöl aus P2X ist dieser Wert wegen der Produktionsverluste gegenüber Wasserstoff noch einmal deutlich schlechter . Solange die erneuerbaren P2X-Treibstoffe nicht verfügbar und bezahlbar sind, fallen für die Verbraucher zusätzliche CO2-Preise für fossile Brennstoffe an. Pro 10€ Steuer sind das bei Heizöl und Dieselkraftstoff 2,68ct/l. Ab 2027 wird der CO2-Preis nach dem Verfahren EU-ETS 2 – der von CDU und FDP favorisierten „Marktlösung“ des Klimaproblems – frei gehandelt. Experten rechnen mit etwa 60-200€ pro Tonne CO2 , also 16-54ct Aufpreis pro Liter Heizöl. Dabei ist geplant, die Zertifikate zu verknappen, also die Preise weiter steigen zu lassen. Die Klimaschäden wachsen schneller als befürchtet, was den Druck zur Verknappung eher erhöht. Zur Erinnerung: genau dieselben Politiker haben soziale Härten bei Favorisierung der Wärmepumpe beklagt .
All diese „Innovationen“ erzeugen weit mehr Abwärme als ihre Erneuerbaren Alternativen, zum großen Teil ein Vielfaches. Doch zusätzlich zum Treibhauseffekt der Abgase trägt diese Abwärme ebenfalls zur globalen Erwärmung bei, was bislang vernachlässigt wurde. Noch liegt dieser Anteil im einstelligen Prozentbereich, aber bei Ausweitung des Energiebedarfs in einer dekarbonisierten Zukunft wird er maßgeblich sein.
Fazit: Konventionelle Atomkraft fällt allein aus Kostengründen aus, und es ist allein technisch gesehen höchst unsicher, auf „Innovationen“ wie DAC, CCS, Kernfusion, Brüter-Techniken und billiges P2X zu setzen. Angesichts der katastrophalen Folgen im Falle des Scheiterns ist das Warten auf die erlösenden Innovationen ein grob fahrlässiger (wenn nicht vorsätzlicher) Verstoß gegen das Vorsorgeprinzip. Das Einzige, was durch Abwarten gesichert ist, ist der Profit der fossilen Investoren, und immer größere Schäden.
Aber auch wirtschaftlich ist das Warten auf „Innovationen“ falsch. Zu den hohen Investitionskosten kommen weitere Jahre von Import und Subventionierung fossiler Brennstoffe von mehr als 100 Milliarden Euro pro Jahr; EFuels werden noch deutlich teurer sein. Elektroautos und Wärmepumpen verursachen mit Eigen-PV in Relation zu ihren Vorgängern nur einen kleinen Bruchteil an Betriebskosten. Erneuerbare Energien sind weit billiger und schneller verfügbar , schaffen Energiesouveränität, machen also unabhängig von monopolistischen „Energieversorgern“, und von autoritären Besitzern fossiler bzw. atomarer Ressourcen – weshalb Hermann Scheer sie zu Recht als „Friedens- und Freiheitsenergien“ bewarb .
- Sterman 2024. Sterman, J., Andrew P. Jones et al. En-ROADS Simulator. Climate Interactive, Homer Consulting, Ventana Systems, Massachusetts Institute of Technology. Cambridge MA 2019-2024. https://en-roads.climateinteractive.org/scenario.html?lang=de zurück
- Harald Thielen-Redlich (2024). Behauptung: „Klimaschutz kostet uns den Wohlstand.“ Falsch: Ohne Klima- und Umweltschutz gibt es keinen nachhaltigen Wohlstand. Faktencheck Klimapolitik 3 (Fossilismus): https://faktencheck.teachersforfuture.org/03fossilismus zurück
- Muellner 2021: Nikolaus Muellner, Nikolaus Arnold, Klaus Gufler, Wolfgang Kromp, Wolfgang Renneberg, Wolfgang Liebert. Nuclear energy – The solution to climate change? Energy Policy, Volume 155, 2021, 112363, ISSN 0301-4215. URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301421521002330. Doi: https://doi.org/10.1016/j.enpol.2021.112363 zurück
- Felix Eick. Reicht Uran nur für 20 Jahre? Die Wahrheit über das Ende der Atomkraft. Die Welt 25.02.2020. https://www.welt.de/wirtschaft/article206096289/Uranreichweite-Ist-schon-in-20-Jahren-Schluss-mit-der-Atomenergie.html zurück
- Annika Joeres. Ist Deutschland wirklich auf Frankreichs Kernkraft angewiesen? Frankreich dient Befürwortern der Kernkraft oft als Vorzeigebeispiel. Der Strom sei dank der AKW besonders günstig, heißt es vielfach – einer von zahlreichen Mythen. Die Zeit 12. März 2024. https://www.zeit.de/wirtschaft/2024-03/atomkraft-frankreich-energieversorgung-strompreise-subventionen zurück
- Florian Güßgen. Wirtschaft von oben #132 – Kernkraft. Neue Atomkraftwerke: Hier entscheidet sich die Zukunft der Kernenergie. Abseits von Deutschland erlebt die Kernkraft gerade eine Renaissance. Doch dass der Bau neuer Kraftwerke nicht immer problemlos abläuft, zeigen Satellitenbilder. Die Hoffnung ruht auf einer neuen Technik. Wirtschaftswoche 20.11.2021. https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/wirtschaft-von-oben-132-kernkraft-neue-atomkraftwerke-hier-entscheidet-sich-die-zukunft-der-kernenergie/27816882.html zurück
- N.N. 100.000 neue Mitarbeiter für die Atomindustrie in Frankreich geplant. Frankreich will in den nächsten Jahren mehrere neue Atomkraftwerke bauen. Dafür fehlen der Atomindustrie aktuell noch die Fachkräfte. Kurier 21.04.23. Wien. https://kurier.at/politik/ausland/frankreichs-atomindustrie-plant-100000-neueinstellungen/402420815 zurück
- Florian Hassel. Atomindustrie kämpft mit Nachwuchsproblemen. Die Welt 11.07.2009. https://www.welt.de/wirtschaft/article4100979/Atomindustrie-kaempft-mit-Nachwuchsproblemen.html zurück
- Oliver Krumes, Sophie Schwebke et al. Umschulungen im Bereich Erneuerbare Energien. Ratgeber Umschulung 2024. Arbeitskreis Integrative Bildung. Baierbrunn. https://ratgeber-umschulung.de/umschulung-technik/erneuerbare-energien/ zurück
- Ralph Bollmann. Das kostet den Steuerzahler der Atommüll. Frankfurter Allgemeine Zeitung 02.05.2016. Frankfurt am Main. https://www.faz.net/aktuell/finanzen/steuerzahler-tragen-die-kosten-der-energiewende-14209053.html zurück
- Heike Jahberg. Atomkraftwerke: Für den Gau haftet der Steuerzahler. Atomkraftwerke sind bisweilen kaum versicherbar. Im Falle eines bewaffneten Konflikts oder einer schweren Naturkatastrophe kommen die Versicherer nicht für Schäden auf, bei Terroranschlägen hingegen schon. Tagesspiegel 16.03.2011. Berlin. https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/fur-den-gau-haftet-der-steuerzahler-6731584.html zurück
- Sören Kemnade (2024). Moskau-Berlin in fünf Minuten: Hyperschallwaffen bedrohen die Nato – General fordert jetzt Antwort. Merkur 23.06.2024. München. https://www.merkur.de/politik/nato-russland-hyperschallwaffen-bedrohung-general-antwort-raketen-abwegr-krieg-ukraine-93137684.html zurück
- Sophia Baumann et al. (2023). Massiver Leak legt erstmals Russlands Krieg im Netz offen. Ein Whistleblower hat tausende Seiten geheimer Dokumente der Moskauer IT-Firma NTC Vulkan nach außen gespielt. Sie bieten erstmals tiefe Einblicke in das Innere des russischen Cyberkriegs. Der Standard 30. März 2023. Wien. https://www.derstandard.at/story/2000145052847/massiver-leak-legt-erstmals-russlands-krieg-im-netz-offen zurück
- Ingo Malcher und Yassin Musharbash; Mitarbeit: Kai Biermann und Georg Heil (2022). Wie das BSI beinahe eine fragwürdige Software zertifizierte. BSI-Chef Arne Schönbohm wird wohl abberufen. Ein Vertrauter pflegte Umgang mit einem mutmaßlichen Spion. Dubiose Software wurde erst durch andere Behörden gestoppt. Die Zeit 13. Oktober 2022. Zeitverlag Gerd Bucerius. Hamburg. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-10/arne-schoenbohm-bsi-spionage-russland-software/komplettansicht zurück
- Muellner 2021: Nikolaus Muellner, Nikolaus Arnold, Klaus Gufler, Wolfgang Kromp, Wolfgang Renneberg, Wolfgang Liebert. Nuclear energy – The solution to climate change? Energy Policy, Volume 155, 2021, 112363, ISSN 0301-4215. URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301421521002330. Doi: https://doi.org/10.1016/j.enpol.2021.112363 zurück
- Harald Thielen-Redlich (2024). Behauptung: „Wir verteidigen Eure bedrohten Privilegien vor den linksgrünen Ideologen.“ Im Gegenteil: Populisten sorgen dafür, dass Profitmodelle vor demokratischer Regulation geschützt werden – auch gegen fundamentale Interessen des Gemeinwohls. Faktencheck Klimapolitik 10 (Populismus). https://faktencheck.teachersforfuture.org/10populismus zurück
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- Smith, S. M., Geden, O., Nemet, G., Gidden, M., Lamb, W. F., Powis, C., Bellamy, R., Callaghan, M., Cowie, A., Cox, E., Fuss, S., Gasser, T., Grassi, G., Greene, J., Lück, S., Mohan, A., Müller-Hansen, F., Peters, G., Pratama, Y., Repke, T., Riahi, K., Schenuit, F., Steinhauser, J., Strefler, J., Valenzuela, J. M., and Minx, J. C. (2023). The State of Carbon Dioxide Removal – 1st Edition. The State of Carbon Dioxide Removal. doi:10.17605/OSF.IO/W3B4Z. https://www.stateofcdr.org/ zurück
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- Richard Van Noorden. Energiepolitik: Europas ungezähmter Kohlenstoff. Finanzierungsbedarf und Politik bleiben Fallstricke für die CCS-Technologie – dem vielversprechendsten Ansatz einer Kohlendioxidbremse. Spektrum der Wissenschaft 15.01.2013. Heidelberg. https://www.mdr.de/wissen/e-fuels-technologie-unwirtschaftlich-nicht-sinnvoll-fuer-pkw-lkw-fraunhofer-100.html zurück
- Harald Thielen-Redlich (2024). Behauptung: „Bio-Landwirtschaft kann die Menschheit nicht ernähren.“ Im Gegenteil: Die Menschheit wird durch fossil-industrielle Landwirtschaft verhungern. Faktencheck Klimapolitik 7 (Nahrung). https://faktencheck.teachersforfuture.org/07nahrung zurück
- Anna Krajinska (author), Julia Poliscanova, Thomas Earl, Yoann Gimbert, Geert Decock, Suren Rangaraju (2021). Magic green fuels: Why synthetic fuels in cars will not solve Europe’s pollution problems. T&E commissioned lab tests to measure the air pollutant emissions of e-petrol in cars. Transport & Environment 6. Dezember 2021. Brüssel. https://www.transportenvironment.org/uploads/files/2021_12_TE_e-fuels_cars_pollution.pdf zurück
- Florian Zinner. E-Fuels: Unwirtschaftlich, rar und Technologieoffenheit ein Mythos. Zur Freiheit gehört auch die Freiheit der Technologie, meint das Bundesverkehrsministerium. Trotzdem sind synthetische Kraftstoffe wie E-Fuels im Straßenverkehr keine gute Idee, sagt ein Fraunhofer-Institut, dessen Aufgabe es ist, Innovationen unter die Lupe zu nehmen. Die Technologieoffenheit sei sowieso gegeben, die Kraftstoffe selbst aber sind nicht wirtschaftlich und könnten andere Technologien behindern. MDR 13. April 2023. Leipzig. https://www.mdr.de/wissen/e-fuels-technologie-unwirtschaftlich-nicht-sinnvoll-fuer-pkw-lkw-fraunhofer-100.html zurück
- Dr. Oliver Bollmann, Dr. Jörn Neuhausen, Christoph Stürmer, Felix Andre and Philipp Kluschke. From CO2 neutral fuels to emission-free driving. Alternative Fuels and Powertrains and their impact on the automotive transformation. Pricewaterhouse Coopers November 2017. PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Frankfurt am Main. URL: https://www.pwc.de/de/automobilindustrie/alternative-fuels-powertrains-v3.pdf zurück
- Maximilian Pfennig, Michael von Bonin, Norman Gerhardt (2021). PTX-Atlas: Weltweite Potentiale für die Erzeugung von grünem Wasserstoff und klimaneutralen synthetischen Kraft- und Brennstoffen. Teilbericht im Rahmen des Projektes: DeV-KopSys. Fraunhofer IEE Mai 2021. Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik. Kassel. https://www.iee.fraunhofer.de/content/dam/iee/energiesystemtechnik/de/Dokumente/Veroeffentlichungen/FraunhoferIEE-PtX-Atlas_Hintergrundpapier_final.pdf zurück
- Dr. Martin Wietschel und Dr. Jakob Leidenberger. E-Fuels sind nicht sinnvoll für den großflächigen Einsatz bei Pkw und Lkw. Fraunhofer ISI 04. April 2023. Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI. Karlsruhe. https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2023/presseinfo-05-efuels-nicht-sinnvoll-fuer-pkw-und-lkw.html zurück
- Dr. Ulf Neuling und Leon Berks (2023). E-Fuels zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Was strombasierte synthetische Kraftstoffe für die Energiewende im Verkehr leisten können – und was nicht. Diskussionspapier. Agora Verkehrswende August 2023. Berlin. https://www.agora-verkehrswende.de/fileadmin/user_upload/103-E-Fuels_v2.pdf zurück
- Dr. Ralf Petri, Markus B. Jaeger, Ninmar Lahdo, Marko Kesic, Dennis Heusser. Antriebsportfolio der Zukunft. Ein Meinungsführer/-innen-Report aus Politik und Wirtschaft. VDE April 2021. Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.. Offenbach am Main. https://www.vde.com/resource/blob/2068096/ba8b3274bcf9480b85f9bfd1d69bee80/studie-antriebsportfolio-der-zukunft-data.pdf zurück
- Martin Schmitz-Kuhl (2023). E-Fuels: Theoretisch top. Synthetische Kraftstoffe könnten im Schwerlastverkehr viele Probleme lösen. Dass es dazu kommt, gilt aber als mehr als unwahrscheinlich. Denn es gibt Anwendungsbereiche, für die der teure Stoff weitaus dringender benötigt wird: zum Beispiel der internationale Flug- und Schifffahrtsverkehr. VDE 05.09.2023. Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.. Offenbach am Main. https://dialog.vde.com/de/vde-dialog-ausgaben/transport/efuels zurück
- Martin Schmitz-Kuhl (2023). E-Fuels: „Nicht konkurrenzfähig“. E-Fuels gehören nicht in den Tank von PKWs und LKWs – sagt Prof. Dr. Martin Wietschel vom Fraunhofer-Institut ISI. Nicht nur, weil sie viel zu teuer sind, sondern auch weil sie an anderer Stelle gebraucht werden. VDE 05.09.2023. Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.. Offenbach am Main. https://dialog.vde.com/de/vde-dialog-ausgaben/transport/interview-wietschel zurück
- Martin Jendrischik. Transport as a Service wird den Verkehrssektor vollständig umkrempeln. Cleanthinking 16. Mai 2023. https://www.cleanthinking.de/transport-as-a-service/ zurück
- Jan Martin Specht und Paul Fabianek. Vergleich von Wasserstoff- und Elektromobilität. Technische, ökonomische, soziale und ökologische Aspekte September 2022. https://www.kopernikus-projekte.de/lw_resource/datapool/systemfiles/cbox/2378/live/lw_datei/fcn__2022__vergleich_von_wasserstoff-_und_elektromobilit-C3-A4t_final_02.pdf zurück
- Jan Schmidbauer. Wenn man so hört, was einige Politiker über Wasserstoff sagen, könnte man fast glauben, er würde alle Probleme lösen: auch beim Heizen und Autofahren. Technologieoffenheit? Manche Wissenschaftler sprechen lieber von technologischer Ahnungslosigkeit. Süddeutsche Zeitung 31. August 2023. https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/wasserstoff-heizen-auto-wissing-aiwanger-iaa-e-fuels-e915512/ zurück
- Malte Kreutzfeld (2024). Neuwahl: Wie Wärmepumpen-Branche und Union um Verlässlichkeit und Klimaziele streiten. Jens Spahn bekräftigt, dass die Union die GEG-Novelle zurücknehmen und die Heizungsförderung stark reduzieren will. Statt allein auf Wärmepumpen zu setzen, plädiert er für „grünes Öl“. Wie die Branche darauf reagiert, lesen Sie bei Table.Briefings. TableBriefings 27.11.2024. Table Media GmbH. Berlin. https://table.media/climate/analyse/neuwahl-wie-waermepumpen-branche-und-union-um-verlaesslichkeit-und-klimaziele-streiten/. Frei zugänglich bei Focus: https://www.focus.de/earth/report/gruenes-oel-spahn-sorgt-mit-rede-vor-waermepumpen-branche-fuer-fassungslosigkeit_id_260519648.html zurück
- Anja Stehle und Ferdinand Otto (2024). „Robert Habeck hat den Karren in den Dreck gefahren“. Unionsfraktionsvize Jens Spahn erklärt, was er von Windrädern hält, warum er zurück zur Kernkraft will und wie er über Christian Lindner nach dem Ampel-Aus denkt. Die Zeit 22. November 2024. Zeitverlag Gerd Bucerius. Hamburg. https://www.zeit.de/wirtschaft/2024-11/jens-spahn-energie-wirtschaftspolitik-buergergeld-migration zurück
- Catiana Krapp (2024). Unternehmen kritisieren CDU-Ankündigungen zum Heizungsgesetz. Die Unionspolitiker Friedrich Merz und Jens Spahn wollen das Heizungsgesetz zurücknehmen. Die Branche reagiert mit massiver Kritik – und fürchtet Verunsicherung bei allen Beteiligten. Handelsblatt 20.12.2024. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energie-unternehmen-kritisieren-cdu-ankuendigungen-zum-heizungsgesetz-03/100093862.html zurück
- Jochen Siemer (2024). VDI kritisiert Wärmepumpen-Pläne der CDU. Der Verband spricht sich angesichts der Äußerungen von Fraktionsvize Jens Spahn zum Heizungsgesetz und zur Wärmepumpenförderung für „technisch-wissenschaftlichen Sachverstand“ aus. Heizen mit grünem Öl? CDU-Fraktionsvize Jens Spahn sorgt für Kopfschütteln. pv magazine 3. Dezember 2024. pv magazine group GmbH & Co. KG. Berlin. https://www.pv-magazine.de/2024/12/03/vdi-kritisiert-waermepumpen-plaene-der-cdu/ zurück
- Harald Thielen-Redlich (2024). Behauptung: „Der Markt rettet das Klima.“ Falsch: Der manipulierte Markt sichert zunächst die Vermehrung fossiler Besitzstände. Faktencheck Klimapolitik 4 (Marktideologie). www.zum.de/Faecher/Materialien/thielen-redlich/Klima/FaktenCheck/04marktideologie zurück
- Susanna Twidale (2024). Analysts expect EU carbon prices to soar by 2027. Reuters October 18, 2024. https://www.reuters.com/markets/europe/analysts-expect-eu-carbon-prices-soar-by-2027-2024-10-18/ zurück
- Hanna Decker (2024). Emissionshandel: Warum Autofahren und Heizen 2027 schlagartig teurer werden könnten. Der CO₂-Preis sorgt dafür, dass das Fahren von Verbrennern teurer wird. In nicht einmal drei Jahren soll ein europäischer Emissionshandel die deutschen CO₂-Preise für Verkehr und Gebäude ablösen. Fachleute warnen vor einem Preisschock. Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.05.2024. Frankfurt am Main. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/warum-autofahren-und-heizen-2027-schlagartig-teurer-werden-koennten-19751363.html zurück
- Harald Thielen-Redlich (2024). Behauptung: „Wir verteidigen Eure bedrohten Privilegien vor den linksgrünen Ideologen.“ Im Gegenteil: Populisten sorgen dafür, dass Profitmodelle vor demokratischer Regulation geschützt werden – auch gegen fundamentale Interessen des Gemeinwohls. Faktencheck Klimapolitik 10 (Populismus). https://faktencheck.teachersforfuture.org/10populismus zurück
- Sabine Hossenfelder. I recently learned that waste heat will boil the oceans in about 400 years. Youtube 25.02.2023. https://www.youtube.com/watch?v=9vRtA7STvH4 zurück
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Murphy, Thomas (2022). Limits to economic growth. Across the world, decisions on investment and policy are made under the assumption of continuous economic expansion. Fundamental physical limits may soon put an end to this phase of development, as foreshadowed by the 1972 report The Limits to Growth. Nature Physics, Volume 18, Issue 8, pp. 844-847 21 July 2022. DOI: https://doi.org/10.1038/s41567-022-01652-6
Pdf: https://tmurphy.physics.ucsd.edu/papers/limits-econ-final.pdf zurück - Harald Thielen-Redlich (2024). Agenda: „Wir passen uns an, Klimaschutz ist zweitrangig.“ Falsch: Klimaanpassung ist vollkommen sinnlos ohne wirksamen Klimaschutz. Faktencheck Klimapolitik 2 (Klimaskepsis). https://faktencheck.teachersforfuture.org/02klimaskepsis zurück
- N.N. (2024). Wert der Importe von Erdgas und Rohöl in Deutschland bis 2023. Quelle: Statistisches Bundesamt. Veröffentlicht von Statista Research Department, 25.10.2024. Statista GmbH. Hamburg. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/151081/umfrage/importe-von-erdgas-und-rohoel-nach-deutschland/ zurück
- Harald Thielen-Redlich (2024). Behauptung: „Der Markt rettet das Klima.“ Falsch: Der manipulierte Markt sichert zunächst die Vermehrung fossiler Besitzstände. Faktencheck Klimapolitik 4 (Marktideologie). www.zum.de/Faecher/Materialien/thielen-redlich/Klima/FaktenCheck/04marktideologie zurück
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- Stefan Grüger (2022). Eurosolar Vizepräsident Grüger würdigt Hermann Scheer (†) anlässlich seines Geburtstags. Eurosolar 29. April 2022. Bonn. https://www.eurosolar.de/2022/04/29/eurosolar-vizepraesident-grueger-wuerdigt-hermann-scheer-%E2%80%A0-anlaesslich-seines-geburtstags/ zurück
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